Kübelpflanzen

Das Einwintern von Kübelpflanzen

Temperaturbereich 0° / 10°
Agave, Klebsame, Lagerstroemia, Lorbeer
Temperaturbereich 0° / 15°
Buchs, Jasmin, Rosmarin, Schmucklilie, Schönmalve
Temperaturbereich 5° / 10°
Brautmyrte, Dipladenia, Fuchsie, Granatapfel, Hortensie,
Cana, Kassie, Strauchmargarite
Temperaturbereich 5° / 15°
Bleiwurz, Dattelpalme, Hammerstrauch, Korallenstrauch,
Oleander, Olive, Palmlilie, Tibouchina, Wandelröschen, Zitronenbaum
Temperaturbereich ab10°
Bougainvillea (bis 15°)
Hibiskus (bis 15°)
Orangenbaum (bis 20°)
Zierbanane (bis 25°)

Schädlingskontrolle
Nur gesunde und schädlingsfreie Pflanzen sollten ins Winterquartier. Daher müssen sie vorher genau untersucht und gegeben falls behandelt werden. Hierbei ist der Einsatz von sogenannten "Pflanzenstäbchen" oder Granulaten, die in die Erde gesteckt bzw. eingearbeitet werden, besonders günstig, da sie länger wirken als Sprays und damit auch noch die nächste Insekten-Generation erfassen können. Außerdem sind sie auch in Wohnräumen einsetzbar, wo Spritzbehandlungen unterbleiben sollten.
Merke: Eine kranke oder von Schädlingen befallene Pflanze steckt das ganze Winterquartier an!

Rückschnitt
Viele Kübelpflanzen, besonders wenn sie unter ungünstigen Bedingungen überwintern, brauchen im Frühjahr ( Februar/März) einen Rückschnitt.
Grundsätzlich gilt: Vor dem Einräumen werden die Kübelpflanzen um ca. 1/3 zurück geschnitten. Sind die Überwinterungsbedingungen ungünstig (zu warm bei zu wenig Licht), muss im Frühjahr nochmals geschnitten werden.
Ausnahmen: stärker zurückgeschnitten werden Pflanzen, die am einjährigen Holz blühen wie z.B. Engelstrompeten (im Herbst auf "Stummel") . Nicht zurückgeschnitten werden alle Pflanzen, die bereits in diesem Jahr Blütenanlagen fürs nächste Jahr gebildet haben wie z.B. Oleander

Bleiwurz (Plumbago auriculata)
im Herbst, ggf. im Frühjahr nachschneiden! Blüht nur an einjährigen Trieben!
Bougainvillea/ Drillingsblume (Bougainvillea glabra) im Herbst, schwache Triebe im Frühjahr
Engelstrompeten (Brugmansia-Hybriden) im Herbst starker Rückschnitt auf "Stummel"
Enzianstrauch (Lycanthes rantonnetiiCarrière) Im Frühjahr zurückschneiden
Solanum rantonnetii Carrière ex Lesc.)
Fuchsien (Fuchsia-Hybriden)
Im Herbst kräftig (auf ca. die Hälfte) zurückschneiden
Granatapfelbaum (Punica granatum)
im Herbst: Schwache Vorjahrestriebe entfernen, kräftige Triebe einkürzen
Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis) bei Bedarf möglich
Lorbeerbäume (Laurus nobilis)
Schnitt im Spätwinter oder nach Triebabschluß. Können "in Form" geschnitten werden ( z.B. Kugelbäumchen). Blätter zum Würzen.
Margerite (Chrysanthemum frutescens) Im Herbst um ca. 1/3- 1/2, ggf. im Frühjahr nachschneiden
Oleander (Nerium oleander) Rückschnitt im Herbst möglich, jedoch dann keine Blüten im nächsten Jahr! Falls zu groß besser nur einzelne Triebe herausnehmen ! - Dann nur etwas verringerte Blüte
Olivenbäume (Olea europaea) bei Bedarf möglich
Prinzessinnenblume (Tibouchina urvilleana)
Im Frühjahr und Sommer mehrmals ins einjährige Holz zurückschneiden, damit sie sich besser verzweigt
Zitruspflanzen (Citrus) bei Bedarf im Februar-April

Sobald die Kübelpflanzen mit einem Neuaustrieb beginnen steigt auch der Wasserbedarf. Neben regelmäßigem Gießen ist auch die Kontrolle auf Schädlinge wie Spinnmilben oder Schildläuse wichtig, da sie sich im Winterquartier oft unbemerkt stark vermehren.

Pflege im Winterquartier
Auch im Winterquartier muss regelmäßig gegossen werden.
Faustregel: Laub abwerfende Pflanzen brauchen weniger Wasser als solche, die immergrün sind.(Geranien nur gießen, wenn sich die Erde vom Topfrand löst.) Je niedriger die Temperatur, desto seltener wird gegossen (Bei 8 - 10° alle 14 Tage, unter 10° alle 4 Wochen). Beim Gießen sollte immer auch auf Krankheiten und Schädlinge kontrolliert werden und ggf. sofort behandelt werden!

Quelle : gartenakademie rlp